Voller Kalender? 11 Wege, wie du im Alltag ins Malen kommst
Kalender und Alltag sind proppevoll? Du möchtest gerne malen, aber weißt nicht wann?
Dann lies weiter, denn hier bekommst du 11 Vorschläge, wie du es schafft, trotz Stress und wenig Zeit ins Malen zu kommen. Los geht’s:
Hier direkt 👉 zur Liste mit den 11 Wegen springen
Hilfe! Wo ist bitte die Pausetaste?
Die Schule will was von dir. Der Kindergarten hat heute spontan geschlossen.
Die Chefin hat schlechte Laune, der Kunde mosert, deine liebste Kollegin ist unerreichbar, weil im Urlaub.
Zuhause herrscht mindestens mittleres Chaos und du musst dringend ein Geschenk für den runden Geburtstag organisieren.
Herrje! Jetzt hast du auch noch den Physio-Termin vergessen 🙄.
Dein Alltag überrollt dich. Du bist kurz vor Schnappatmung.
Deine Energie geht Richtung Null. Frei verfügbare Zeit sowieso.
Und jetzt noch malen? Uff.
Malen oder nicht malen – eine Frage der Priorität?
Ja, es stimmt: Ein straff durchgetakteter Alltag bietet gefühlt nur wenig Lücken für Kreativität und Me-Time. Meist wird dann zuerst aufs kreative Hobby verzichtet.
Dabei ist es so wichtig, wenigstens mal ein bisschen Zeit für sich selbst zu haben.
Und wenn du weißt, wie sehr Kreativität dabei helfen kann, sich zufrieden und lebendig zu fühlen, möchtest du sie bestimmt nicht missen.

Lass uns in diesem Artikel mal schauen, wie du es trotz Monster-To-Do-Liste schaffen kannst, kleine Mal-Zeiten in deinen Alltag zu schummeln. Kreativ zu sein, ohne Druck oder schlechtes Gewissen.

Meist fängt es wohl damit an, wie wir unsere Prioritäten setzen.
„Ich habe keine Zeit zum Malen“ heißt oft, dass wir etwas anderes gerade als wichtiger einstufen:
Fühlt sich das vertraut an?
Wie oft hast du sowas schon gedacht und das Malen auf später verschoben?
Ich kann dich so gut verstehen. Mir geht’s ja auch so 👇.

Deshalb habe ich immer ein paar Ideen parat, wenn ich mir Raum fürs Aquarellmalen schaffen will. Eine davon funktioniert immer 😉.

11 Wege, wie du auch mit wenig Zeit malen kannst:
1. Mini-Mal-Zeiten
Mit Aquarellfarben kannst du ganz leicht in kleinen Zeitfenstern malen. Statt auf Sonntag, einen Feier- oder Urlaubstag zu warten (und dann ausreichend Zeit, aber so gar keine Lust aufs Malen zu haben).
10, 15 oder 20 Minuten reichen für bunte Kleckse, Farbspielereien, Muster, lockere Mandalas oder ein anderes simples Motiv auf einem kleinen Stück Papier.

Kurzes Video zum Mitmalen: Bunte Kreise, fließende Farben. Los geht’s 😊🎨.
Da muss man nicht mal überbordend Lust aufs Malen haben, das geht auch so 😊 (und meist kommt die Lust dann beim Malen sowieso …).
Zum Beispiel wie hier im kurzen Video. Schau mal …
2. Malen statt warten
Nutze die Zeit zwischen zwei Terminen, während der Auflauf im Herd blubbert, das Kind schläft. Bevor in 15 Minuten das Online-Seminar beginnt oder während dein Rechner Updates verarbeitet. Oder – erlaub mir die Bemerkung: Lass das Handy mit Insta & Co. links liegen und greif zum Pinsel 😉.
Tipp: Hab ein Mini-Aquarell-Set griffbereit, z. B. klitzekleiner Farbkasten, Pinsel (oder, wenn du den magst, einen Wassertankpinsel), kleiner Aquarellpapierblock (z. B. Postkartengröße) oder Mini-Skizzenbuch. So kannst du ohne Vorbereitung schnell was nebenbei malen.

3. Malsachen griffbereit halten
Hast du einen festen Malplatz? Toll! Dann leg dir dort alles genau so hin, dass du jederzeit losmalen kannst.
Ideal wäre, wenn dann schon abgeklebtes oder zugeschnittenes Papier bereitliegt (es sei denn, du liebst es, auf großen Flächen zu malen, dann reicht es natürlich, den Block oder große Papiere bereitzulegen).


Wenn du keinen festen Malplatz hast, empfehle ich dir eine „Mal-Kiste“: Farben, Pinsel, Papier(stücke), Becher, Papiertuch, Bleistift, Radierer, Klebeband und Fineliner passen alle rein und sind schnell aus- und eingepackt.
Die Kiste am besten so platzieren, dass du sie immer im Blick hast. Dann ist es wahrscheinlicher, dass du sie dir schnappst und auspackst.


Du hast noch gar kein passendes Aquarell-Material?
Wenn du Infos brauchst und meine Tipps dazu lesen möchtest, schau gern hier vorbei: 👉 Aquarell-Grundausstattung für den Start
4. 30-Minuten-Termin mit dir selbst
Plane eine feste Mal-Zeit in deinem Kalender für dich ein. Ob eine jeden Tag oder eine pro Woche – wie es am besten für dich passt.
Warte dann nicht drauf, dass du Lust hast, sondern fang an.
Wenn’s hilfreich ist, stelle dir einen Timer. Und wenn möglich, bitte deine Leute, dich in diesen 30 Minuten nicht zu stören.

Vielleicht hast du einen Mal-Buddy oder eine Community, wo es regelmäßig Live-Maltermine gibt. Dann könntest du deine Kalender-Mal-Zeiten passend dazu planen. Vor allem, wenn du lieber in Gesellschaft malst als allein.
5. Motiv-Ideen oder Skizzen vorbereiten
Erstelle dir eine Ideen-Liste mit Aquarellmotiven oder -mustern, damit du die 30 Minuten nicht mit der Suche nach einem Motiv verbringst.
Du kannst auch – z. B. in einem anderen 30-Minuten-Termin – kleine einfache Bleistiftskizzen vorzeichnen (oder fertige Vorlagen ausdrucken und aufs Aquarellpapier übertragen, wenn du magst) und die dann beim nächsten Mal kolorieren.

Kein Stress mit Ideenfindung und Vorbereitung. Nur entspanntes „Ausmalen“.
6. Kleine Formate ganz groß
Auf meinem Aquarell-Block (24 x 30 cm) klebe ich gern Abschnitte ab, z. B. sechs oder neun (siehe auch Punkt 3).
So kann ich mehrere kleine Flächen bemalen, statt mich mit einem riesigen Kunstwerk abzukämpfen. Oder ich nutze kleine Papierstücke, die ich zurechtschneide oder Papierreste, die mal übrig geblieben sind.

Ein großes leeres Blatt kann leicht überfordern. Das kleine Format lädt dazu ein, ein paar schnelle Striche zu setzen.

Auf den abgeklebten Flächen kannst du auch gut parallel malen, z. B. bunte Verläufe.
Wenn noch Zeit ist (oder auch später, an einem anderen Tag …), kannst du auf die Farbflächen dunkle Silhouetten, z. B. Palmen, draufmalen.

Dein Blatt Papier ist dann schneller voll, als du denkst 😊.
Wichtig: Kleine Formate sind kein Muss. Wenn dir das zu fummelig ist und du dich mit großen Flächen wohler und leichter fühlst: Go for it!
7. Mit den Farben spielen
Du musst kein perfektes Bild oder ein erkennbares Motiv malen. Auch wenn dir dein innerer Kritiker das einreden will. Du …
… darfst einfach mit deinen Farben spielen. 5 Minuten. 10 oder 20.
Male Kreise, Rechtecke, Linien oder wilde organische Formen. Lass sie sich berühren und die Farben ineinanderfließen.
Vielleicht entsteht dabei eine Idee für ein neues Motiv oder eine Grußkarte oder du findest eine besondere Farbkombination, die dir gut gefällt.
Hier ist mit ein paar Strichen ein Lesezeichen entstanden 👇:
Das sieht hübsch aus, beruhigt, entspannt und braucht nur wenige Minuten. Vorplanen musst du auch nichts. Herrlich, oder?
Wenn’s passt, kannst du das natürlich länger als fünf oder zehn Minuten machen. Vielleicht macht es dir Spaß, auf die trockenen Farben Muster zu zeichnen, z. B. mit einem Fineliner oder Gelstift.
8. Ein Aquarell-Tagebuch führen
Einfache Motiv-Ideen kannst du auch in ein kleines Aquarell-Skizzenbuch malen. Und noch viel mehr:
Fülle jeden Tag (oder so oft du magst) eine Seite in dem Skizzenbuch. Das kann einen konkreten Bezug zu dem haben, was du an dem Tag erlebt oder gefühlt hast. Es darf aber auch was Neutrales sein: Muster, Farbverläufe, Farbkleckse …




Wichtig: Nichts daran muss perfekt sein! Ebenso wenig wie bei einem geschriebenen Tagebuch. Wo die wenigsten Sätze druckreif sind, wo es Schreibfehler, durchgestrichene Worte und Schmierflecken gibt.
Statt das Malen auf ein „Ich muss ein (perfektes) Bild malen“ zu reduzieren, machst du es zu einem bunten Begleiter in deinem Alltag.
9. Mini-Mal-Routine einrichten
Bist du jemand, dem Regelmäßigkeit oder Rituale helfen, seinen Alltag zu strukturieren?
Dann könntest du dir eine Routine einrichten: (immer) am Morgen, (immer) am Abend, (immer) am Samstagnachmittag, (immer) am Sonntagmorgen, (immer) wenn die Partnerperson beim Sportverein ist (oder die Kinder 😉).
Zum Beispiel: 20-Minuten-Routine:
Das Motiv betrachten, drüber freuen, atmen 😌.
Fühlt sich gut für dich an? Dann fang heute damit an 😊.
10. Kleine Serien malen
Wenn du immer nur wenige Minuten Zeit hast, könntest du nacheinander jeweils ein Element einer Serie malen, z. B.:
5 bunte Herzen (oder 10 oder mehr …)
5 grüne oder herbstbunte Blätter
5 Schmetterlinge
5 einfache Blüten
5 Luftballons
5 einfache Vögel
5 einfache Häuser
5 einfache Fische
5 … was immer dir einfällt 😊

Wenn es dir langweilig wird, jedes Mal nur ein Herz oder nur einen Fisch zu malen, überlege, wie du deine Serie (entspannt) variieren oder erweitern kannst.
Andere Form? Andere Größe? Andere Farben? Farben kombinieren? Zwei Elemente malen statt nur einem? Muster draufzeichnen? Etwas drumherum dazumalen?
11. Aquarellmalen als Entspannung statt als Pflicht-Projekt
Mach dir bewusst, dass deine Aquarellmalerei kein Leistungssport ist. Du musst nicht fürs Museum oder eine Galerie malen. Du musst niemandem was damit beweisen.
Du darfst für dich selbst malen. Du kannst mit voller Absicht deine Erwartungen an dich und deine Bilder runterschrauben (musst du nicht, darfst du …).
Du musst nicht auf Ergebnisse zielen, du darfst den Malprozess auf deine Art, in deinem Tempo, nach Lust und Laune gestalten. Auch wenn er nur 10 Minuten dauert. Wenn schöne Ergebnisse rauskommen, fein. Wenn nicht: auch fein.
Genieße das Malen und die Zeit mit dir selbst. Genieße die fließenden Farben, die Schönheit, die sie ausstrahlen, die Ruhe, in die dich das Malen reinzieht. Male, weil du es willst, nicht weil du musst (echt jetzt: niemand MUSS malen …).

Welchen Weg probierst du aus?
Ich fass mal eben zusammen. Das sind die 11 Ideen für kleine Kreativ-Auszeiten im proppevollen Alltag:
1. Mini-Mal-Auszeiten von 10-20 Minuten
2. Malen während Wartezeiten
3. Aquarell-Material und Malplatz allzeit bereit
4. Feste Mal-Zeit im Kalender festlegen, z. B. 30 Minuten lang
5. Motiv-Ideen und kleine Skizzen vorbereiten
6. Kleine Formate bemalen
7. Mit Farben spielen
8. Ein Aquarell-Tagebuch führen
9. Eine kleine Mal-Routine einrichten
10. Kleine Serien malen
11. Aquarellmalen als Weg zur Entspannung nutzen
Erzähl mir gern: Hilft dir eine dieser 11 Ideen, in all der Hektik doch Zeit fürs Malen zu finden? Wenn ja, welche?
Diese 11 Wege sind Ideen und Vorschläge. Vielleicht machst du was völlig anderes, um trotz Stress zu malen. Erzählst du mir davon? Das interessiert mich sehr.
Lass mir unter dem Artikel einen Kommentar da oder schreib mir persönlich an: hallo@enjoy-aquarell.de. Ich lese deine Nachricht und schreibe zurück 🧡.
Fröhliches Malen 🎨 und viele bunte Grüße von
Franziska

Ein sehr schöner Artikel, liebe Franziska. Deine Anregungen gefallen mir sehr gut. Vor allem Punkt 5 – Motiv-Ideen und kleine Skizzen vorbereiten – hat es mir angetan. Das werde ich auf jeden Fall anwenden und für mich übernehmen.
Denn es passiert mir oft, dass ich Zeit zum Malen hätte, dann aber nicht weiß, was ich malen soll oder will. Und dann wird ewig Zeit wegen der Motivsuche verschwendet. Wie oft habe ich mich darüber schon geärgert 😱
Ich wünsche dir eine schön und kreative Adventszeit.
Bunte und magische Grüße
Heike
Liebe Heike, danke, dass du den Artikel gelesen und mir eine Nachricht dagelassen hast 🧡. Da hat man eigentlich den Kopf voller Ideen und Inspiration und überlegt dann doch ewig rum, was man jetzt, in diesem Augenblick, malen soll. Kenn ich 😊. Idee Nr. 5 hat mir da auch schon geholfen: Wenn ich ein interessantes Motiv wahrnehme, kritzel ich schnell eine Skizze auf einen Zettel. Nicht direkt eine Liste, sondern ein Zettel-Stapel 😊. Aber funktioniert.
Hab eben deinen Adventskalender entdeckt und schaue gleich vorbei!
Liebe Grüße von Franziska
Liebe Franziska, ich male zwar kein Aquarell, sondern eher Ausmalbilder mit Holzstiften an. Aber auch hierfür kann ich deine Tipps sehr gut anwenden. Denn auch bei mir kommt das leider immer wieder zu kurz im Alltag. Deshalb ganz lieben Dank für deine wertvollen und trotzdem leicht umsetzbaren Tipps!
Alles Liebe, Monika
Liebe Monika, vielen Dank für deinen Besuch hier und deine Nachricht 🧡. Du hast recht, einige der Tipps passen auch für andere kreative Tätigkeiten, das wird mir jetzt auch bewusst 😊. Ich freu mich sehr, wenn sie dabei helfen, (mehr) kreative Momente in deinen Alltag einzubauen – und diese zu genießen.
Viel Freude mit den Holzstiften und liebe Grüße von Franziska